22.05.2015

Standardisierter Digitaldruckprozess für Folientastaturen: Vielfältiges Design, einheitliche Technologie

claviers souples
Vielfältiges Design, einheitliche Technologie: Der zertifizierte Digitaldruckprozess für Folientastaturen ist optimal auf die Thieme-Maschinentechnologie abgestimmt, sodass gleichbleibend gute Druckergebnisse erzielt werden.

Für die Bedruckung von flexiblen Folientastaturen hat der südbadische Druckspezialist THIEME gemeinsam mit Industriepartnern ein Digitaldrucksystem entwickelt, das für beliebige Foliendesigns und Druckformate geeignet ist und den hohen Ansprüchen an Design, Funktionalität und Lebensdauer der technisch anspruchsvollen Produkte gerecht wird.

Folientastaturen begegnen uns in vielen Bereichen des täglichen Lebens. Vor allem in industriellen und medizinischen Anwendungen sind sie weit verbreitet, denn im Unterschied zu üblichen PC-Tastaturen widerstehen sie Staub, Feuchtigkeit und Chemikalien. Dem jeweiligen Einsatzbereich angepasst gibt es Folientastaturen in zahlreichen Ausführungen, Größen und Farben. Die oberste Folienschicht der Tastatur – die sogenannte Dekorfolie – ist einerseits Designelement und wird zusätzlich durch Tastenhübe dynamischen Wechsellasten ausgesetzt. Der Druckprozess ist ein wesentlicher Schlüssel zur Absicherung aller Qualitätskriterien und wird heute sehr gut im Siebdruck realisiert. Um zusätzlich auch kleinste Losgrößen wirtschaftlich abbilden zu können, schnellen Lieferzeiten gereicht zu werden und außerdem alle Vorteile der Individualisierung auszuschöpfen, können die Folientastaturen zukünftig verstärkt im Digitaldruck gefertigt werden.

Viele Möglichkeiten der kreativen Gestaltung, wie z. B. Farbverläufe, integrierte fotorealistische Motive oder sonstige Individualisierungen waren bisher nur sehr aufwändig industriell herstellbar. Durch den neuen, kombinierten Inkjet- und Siebdruckprozess, den Thieme zusammen mit seinen Partnern entwickelt und standardisiert hat, lässt sich der komplette Schichtaufbau nun industriell abbilden. Der Prozess besteht aus einer geprüften Kombination spezieller Folien, Digitaldrucktinten, Siebdruckfarben und – als Herzstück – einer eigens entwickelten Maschinentechnologie. Er ermöglicht optimale Druckergebnisse sowie eine Million Tastenhübe und mehr ohne sichtbaren Verschleiß der Druckschicht.


Hervorragende und langlebige Druckergebnisse Der digitale Druckprozess eröffnet vielfältige Gestaltungsoptionen für anspruchsvolle, kundenspezifische Dekors, zum Beispiel mit Farbverläufen. Die Dekorfolie wird vor der Weiterverarbeitung von der Innenseite bedruckt, die aufgebrachte Farbschicht muss also die beim späteren Prägevorgang entstehenden Spannungen rissfrei überstehen. Hinzu kommt die ständige Bewegung erhabener Tasten bei jeder Berührung, die ebenfalls nicht zu vorzeitigem Verschleiß führen darf. Die Dekorschicht wird zusätzlich mit Weiß sowie einer Sperrschicht auf UV- oder Lösemittelbasis hinterdruckt. Diese Schichten werden weiterhin im Siebdruckverfahren aufgebracht, welches hohe Schichtdicken und eine gute Kontaktfähigkeit zum Kleber ermöglicht, mit dem schließlich die verschiedenen Folien der Tastatur in einem Laminierprozess verbunden werden.


„Alle Komponenten unseres Druckprozesses sind optimal aufeinander abgestimmt und wurden ausgiebig getestet“, betont Harry Götz, Produktmanager Digitaldrucksysteme bei Thieme. Neben der Prüfung der mechanischen Wechselfestigkeit (Hubtest) wurden Präge und Laminiertests durchgeführt, außerdem Prüfungen von Wärme- und Kältebelastung, Temperaturwechsel, feuchter Wärme und UV-Belastung. Alle Prüfungen fanden in einem zertifizierten Labor statt. Visuelle Tests ergaben zudem eine hohe Farbtreue sowie einen sehr großen Farbraum (FOGRA39) der Druckergebnisse. „Deshalb können wir unseren Kunden versichern, dass sie mit unserem Druckprozess sowohl optisch als auch technisch hervorragende Ergebnisse erzielen“, resümiert Götz. „Durch die definierte Qualität der Folien und Drucktinten sowie die optimale Abstimmung des Verfahrens auf die Thieme-Druckmaschine können sich die Kunden auf gleichbleibend gute Ergebnisse verlassen.“


Einheitliche Maschinenplattform, freie Formatwahl Da bei der Herstellung von Folientastaturen sowohl Digital- als auch Siebdruck zum Einsatz kommen, ist es ein großer Vorteil, dass Thieme für Digital- und Siebdruckprozesse dieselbe Maschinenplattform einsetzt. Das Materialhandling (z. B. fahrbarer Drucktisch, Anlegepunkte, flexible Vakuumzonen) sowie Zusatzausrüstungen zur Druckoptimierung (z. B. Integration von Reinigungs- und Ionisationsanlagen) sind somit bei beiden Druckverfahren identisch, wodurch ein effektiver Druckablauf gewährleistet ist.


Zum Einsatz kommt die meistverkaufte industrielle Maschine THIEME 3020 mit dem Druckformat 750 x 1050 mm2, die sowohl als Siebdruck- als auch als Digitalstation erhältlich ist. Als kostengünstige Alternative für den Einstieg in die digitale Folientastaturherstellung steht die THIEME 500 D mit dem Druckformat 600 x 400 mm2 zur Verfügung, womit die meisten Folienformate im Einfachnutzen abgedeckt werden.


Darüber hinaus lassen sich auf der Thieme-Maschinenplattform spezielle, kundenspezifische Formate realisieren. Auch eine optische Ausrichtung mittels Kamerasystem in Siebdruck- und Digital-druckmaschinen ist möglich, sodass Drucke automatisch zueinander ausgerichtet werden können. Für die Hersteller von Folientastaturen eröffnen sich so gänzlich neue Gestaltungsspielräume.

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    05.01.2011

    Simon Hebding
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